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Ja, ihr habt richtig gelesen, ich empfehle euch euren eigenen Körper!

Ich musste nämlich letzte Nacht irgendwie darüber nachdenken… Ich muss sowieso immer nachts über die tollsten Sachen nachgrübeln, vorletzte Nacht war das Thema „Doppelnachnamen“ dran, das nur nebenbei. Jedenfalls ist mir in letzter Zeit häufiger aufgefallen, dass man sich (so geht es mir jedenfalls) in der Gegenwart eigentlich selten sonderlich hübsch findet, oder jedenfalls nicht überwiegend. Irgendwas zu meckern und mosern an uns selbst haben wir doch immer, oder etwa nicht? Nennt mir zumindest mal eine Frau, die vollauf zufrieden mit ihrem Äußeren ist! Manchmal wünsch ich mir da ein bisschen mehr Männerähnlichkeit…

Dann habe ich mir letztens zufällig Fotos angesehen, die 4 Jahre und älter waren. Heilige, war ich da dünn (noch im positiven Sinn)! Aber damals hätte ich das nie von mir selbst gesagt, da war ich garantiert nicht zufrieden. Inzwischen bin ich soweit, dass ich mir den Stand von damals zurück wünsche. Das geht natürlich nicht, Zeitreisen sind bisher noch nicht erschwinglich… Klar, ab und zu denkt man auch „Oh Gott, wie bin ich damals denn rumgelaufen??“, aber grade so was die Figur angeht, war die irgendwie in der Vergangenheit immer besser. Daraus lässt sich aber schließen, dass wir in Zukunft unser heutiges Ich auch besser aussehend finden als wir es jetzt gerade tun! Und ich finde, das sollten wir mal verinnerlichen und wenigstens VERSUCHEN, ein bisschen zufriedener mit unserem Aussehen zu werden. Denn eigentlich ist das Leben doch viel zu kurz, um sich ständig mit anderen zu vergleichen und dann festzustellen, wir müssten hier ein bisschen weniger Speck und da ein bisschen mehr Muskeln haben, sprich mehr Sport treiben und uns gesünder ernähren. Wir sehen doch sowieso besser aus als wir denken! ;) (Falls es uns natürlich wirklich glücklicher oder gesünder machen würde, dann ruhig mehr Sport und besseres Essen, ich wär die letzte, die das verbietet!)

Wenn wir Frauen unsere eigene Figur skizzieren sollen, würden wir sie alle ein paar Kilos dicker machen als sie eigentlich ist. Liegt vielleicht auch daran, dass wir, wenn wir an uns herunter gucken, unsere Oberschenkel – nur als Beispiel – völlig unverhältnismäßig zum Rest unseres Körpers wahrnehmen. Ganz anders als die Menschen, die uns tagtäglich im Ganzen sehen. Statt wie Marilyn Monroe fühlen wir uns vielleicht eher wie die Venus von Willendorf… Wo wir beim Thema Schönheitsideale wären (Und beide genannten Beispiele stammen leider nicht aus der Gegenwart).

Was ist eigentlich aus der Dove-Werbung mit den Normalo-Frauen geworden?? Ist irgendwie total in der Versenkung verschwunden. Das war doch mal ein guter Ansatz, das aktuelle Schönheitsideal wieder ein bisschen mehr Richtung „gesund“ zu verschieben. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass selbst diese Models noch nachträglich retuschiert wurden. Es sei denn, sie haben ausgerechnet nur Frauen der 10 – 20 % cellulitefreien weiblichen Bevölkerung ohne Pickel und Narben erwischt, haha… Ich glaube nicht, dass die dann auch noch alle ein hübsches Gesicht haben, das wäre ja wohl mehr als unfair.

Was ich aber eigentlich sagen will, ist, dass wir versuchen sollten, von unserem imaginären Körpergewicht einfach mal 3 Kilo abzuziehen (in Gedanken!!!), das Essen zu genießen (das ist nämlich auch angeblich das Geheimnis der Französinnen -> ich hab die Bücher alle…) und dann ein bisschen selbstbewusster zu sein. Ich werde mich auch bemühen. Was nämlich viel wichtiger ist: Hey, unser Körper leistet verdammt was jeden Tag! Oder hat schon geleistet. Hat vielleicht Krankheiten überstanden, OPs und Unfälle überlebt, Knochen wieder zusammengeflickt, Kinder bekommen, super Reflexe und ein Megahirn. Selbst wenn irgendwas an oder in uns nicht ganz so gut oder vielleicht gar nicht funktioniert, alles andere läuft problemlos, ohne dass wir es bewusst mitbekommen. Denn wir merken ja immer nur dann alles, wenns weg ist oder falsch läuft. Wir alten Negativen/-innen :)

So, und jetzt alle: „Ich bin stolz auf meinen Körper, weil…“ (oder einfach nur „Ich bin verdammte Kacke stolz auf meinen Körper und ich brauche keinen Grund dafür!“)

Zelebriert (dieses Wort muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Zeeee-leee-briert…) euren Körper, esst, trinkt, tanzt, singt, habt Sex (dazu braucht es nicht immer zwei Personen!), schlaft oder was euch noch einfällt, hauptsache positiv :)

P.S: Nein, ich habe kein Selbsthilfebuch gelesen, das ist tatsächlich mein Gedankengut. Was aber auch nicht heißt, dass ich ständig so denke, überwiegend bin ich genauso negativ mir selbst gegenüber eingestellt wie die Meisten. Wenn nicht noch negativer. Aber ich gelobe, dran zu arbeiten. Die Sonne scheint übrigens.

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